Campingkocher als Holzvergaser – Kochen ohne Gas und Müll

Taugen Holzvergaser als Campingkocher? Mittlerweile habe ich mit einem Holzkocher schon auf vielen Campingtouren Erfahrungen sammeln können. Denn einfache Gaskocher für Camping oder Survival-Wanderungen haben einen großen Nachteil: wenn das Gas der Gaskartusche leer ist, ist es vorbei mit dem Kochen. Die Alternative sind Holzgaskocher. „Campingkocher als Holzvergaser – Kochen ohne Gas und Müll“ weiterlesen

Definition Nachhaltigkeit: Kritik des Drei-Säulen-Modells aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit

Gewichtetes Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit als Verbesserung zum alten Modell von 1998 (Quelle: TransitionsBlog.de)

Was ist nachhaltig? Nachhaltigkeit wird oft gefordert – vielen ist aber unklar, was es genau bedeutet. Durch das Drei-Säulen-Modell aus sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit hat die Definition einen enormen Bedeutungsverlust erfahren. Was ist die Kritik an dem Modell und warum ist es nicht geeignet, nachhaltige Entwicklung zu fördern?

Drei-Säulen-Modells: ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit

Eine Definition, die sich weit verbreitet hat ist das Drei-Säulen-Modell. Es wurde 1998 im Abschlussbericht der Enquete Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt – Ziele und Rahmenbedingungen einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung“ vorgestellt. Um Nachhaltigkeit zu erfassen, wurden drei Dimensionen definiert: ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit. Durch Handlungsziele in allen drei Dimensionen soll sichergestellt werden, dass die heutige Gesellschaft nicht auf Kosten der Enkel und Urenkel lebt.

Ökologische Nachhaltigkeit

  • erneuerbare Ressourcen sollen nur in dem Maße ausgebeutet werden, wie sie nachwachsen
  • nicht-erneuerbare Ressourcen sollen nur in einem Umfang verbraucht werden, wie diese gleichzeitig durch erneuerbare Ressourcen ersetzt werden können
  • Umweltverschmutzung und Treibhausgasemissionen sollen sich im Rahmen der Aufnahmekapazität der Umweltmedien bewegen
  • Gefahren für die menschliche Gesundheit durch anthropogene Einwirkungen sollen vermieden werden

 Ökonomische Nachhaltigkeit

  • persönliche Initiative soll gefördert werden
  • Eigeninteresse soll in den Dienst des Gemeinwohls gestellt werden
  • Preise sollen eine Lenkungsfunktion auf dem Markt wahrnehmen: sollen Knappheit der Ressourcen, Senken, Produktionsfaktoren, Güter und Dienstleistungen wiedergeben
  • Wettbewerb ist so zu gestalten, dass funktionierende Märkte entstehen, die durch Innovationen die Anpassung an zukünftige Erfordernisse gewährleistet
  • ökonomische Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft sollen qualitativ und quantitativ gesteigert werden oder zumindest konstant gehalten werden

Soziale Nachhaltigkeit

  • Menschenwürde und Entfaltung der Persönlichkeit für jetzige und zukünftige Generationen
  • jedes Mitglied der Gesellschaft erhält Leistungen aus den sozialen Sicherungssystemen (nach geleisteten Beiträgen oder nach Bedürftigkeit)

Kritik des Drei-Säulen-Modells

Alle drei Dimensionen diese Modells der Nachhaltigkeit weisen Schwachstellen auf. Allgemein sind die Formulierungen ungenau, weshalb es schwierig konkrete Handlungsmöglichkeiten aus dem Modell abzuleiten. Auch über die Art und Weise, wie die Änderung unserer Gesellschaft durch nachhaltige Entwicklung erreicht werden kann, bleibt unklar.

Fehlende Priorisierung: ohne intakte Umwelt keine Gesellschaft – Ökologie als Basis für menschliches Leben

Die drei Dimensionen werden als gleichrangig dargestellt. Die Theorie geht zwar davon aus, dass sie integrativ betrachtet werden sollen, doch die Säulen bauen aufeinander auf. Denn ohne eine intakte Natur ist unsere Gesellschaft nicht möglich. Nur sie versorgt uns mit dem lebenswichtigen Elementen wie saubere Luft, Trinkwasser und fruchtbare Böden für die Landwirtschaft. Die Ökonomie ist die Organisation, wie wir diese Ressourcen nutzen, um Güter herzustellen und diese zu verteilen. Aus diesem Grund wurden verschiedene Modelle abgeleitet, wie z.B. das gewichtete Drei-Säulen-Modell, das Ein-Säulen-Modell oder die Nachhaltigkeitspyramide.

Unklare Belastbarkeit der Umweltmedien – wie stark darf die Klimaerwärmung sein?

Nach wie vor ist sich die Wissenschaft uneinig darüber, wie belastbar die Umweltmedien tatsächlich sind. Das komplexe System mit gegenseitigen Abhängigkeiten sind noch nicht komplett verstanden. Aus diesem Grund sind Belastbarkeitsgrenzen eher Vermutungen, statt gesicherte Fakten. Wichtige Schlüsselstellen beim Klimawandel sind die sogenannten „Tipping Points“ – Kipp-Punkte im Klimasystem, bei deren Überschreitung unvorhersehbar tiefgreifenden Änderungen im globalen Klimasystem ausgelöst werden. Solche Kipp-Punkte sind beispielsweise Methan-Emissionen aus den auftauenden Permafrostböden oder vom Grund der Ozeane, Veränderungen in der ozeanischen Zirkulation im Nordatlantik oder das Schmelzen des Meereises und der Gletscher mit der damit verbundene Abnahme der Albedo (Reflektion von Sonnenstrahlen an weißen Gletscher- und Schneeflächen). Deren Einflüsse auf den Klimawandel sind noch unklar, weshalb genaue Kapazitätsgrenzen nicht formuliert werden können. Aus diesem Grund ist es wichtig sofort zu handeln, weil die reale Gefahr besteht, solche Kipp-Punkte gerade zu überschreiten oder schon überschritten zu haben.

Trugschluss grüner Kapitalismus: Festhalten an marktbasierten Lösungen ist gescheitert

Viele Fakten weisen darauf hin, dass marktbasierte Lösungen (z.B. Einpreisung von Umweltschäden bei der Produktion oder Handel mit Emissionsrechten),  bislang gescheitert sind. Die erhoffte Lenkungsfunktion durch die Preisbildung am Markt hat versagt. Weltweit erleben wir einen globalen Anstieg von umweltschädigenden Konsumstilen: Flugreisen nehmen zu, der Fleischkonsum wächst und die Ausbeutung und Verbrennung von fossilen Energierohstoffen (Erdöl, Erdgas, Kohle) wächst, bis die Lagerstätten erschöpft sein werden. Auch der Versuch des Handels mit Emissionrechten, kann als gescheitert angesehen werden. Das Konzept, den Ausstoß an klimarelevanten Treibhausgasen an Gebühren zu knüpfen und als Emissionszertifikat auf dem Markt handelbar zu machen scheiterte daran, dass zu viele Zertifikate ausgestellt wurden. So brach der Preis für die Verschmutzungsrechte ein und die erhoffte Emissionsreduktion erfolgte nicht, da Umweltschutz für die Konzerne keinen finanziellen Anreiz darstellte.

Soziale Produktionsstandards spielen bei Kaufentscheidungen kaum eine Rolle

Die Formulierung von sozialen Zielen bei der nachhaltigen Entwicklung ist sehr ungenau. Sie betont die Wichtigkeit von sozialen Sicherungssystemen, doch wie sieht die globale Realität aus? Mindeststandards wie existenzsichernde Löhne, sichere Arbeitsverträge, Kranken- und Rentenversicherung oder ausreichend Arbeitsschutz sind für viele ArbeitnehmerInnen ein unerreichbares Ziel. Im Bericht der International Labour Organisation „Kernarbeitsnormen der ILO – Gute Arbeit weltweit!“ wird aufgezeigt, wie weltweit das Recht auf Koalitionsfreiheit für gewerkschaftliche Arbeit behindert wird und in vielen Ländern immer noch Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder Diskriminierung am Arbeitsplatz an der Tagesordnung sind. Da die Lieferketten für die Einzelteile unsere Computer oder T-Shirts über den gesamten Globus laufen, ist es eher die Regel dass bei deren Produktion soziale Mindestsstandards nicht beachtet wurden.

Unsere Billig-Produkte = schlechte Löhne bei der Produktion

Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit übersieht hier die Verflechtung einer international agierenden Arbeitsteilung bei der Produktion. Die soziale Arbeitsstandards vom Verkäufer in Deutschland haben nichts mit den fehlenden Standards der Näherinnen in Bangladesh zu tun, die die Jeans nähten, die er verkauft. Durch den geringen Preis der Jeans profitieren wir aber direkt davon, dass die Näherinnen in Bangladesch keinen angemessenen Lohn für ihre Arbeit bekommen. Auch die Umweltschäden, die durch die Produktion der Baumwolle (Brandrodung, Pestizide, Dünger), der Farben und durch den Transport der Hose entstanden sind, werden nicht behoben. Würden Umweltschutz und soziale Mindeststandards mit in den Preis einfließen – würden viele bestimmt weniger Hosen kaufen. Eine Preisbildung, die diese Aspekte berücksichtigt, ist Fairer Handel. Doch dieser führt immer noch ein Nischendasein.
Diese Punkte zeigen auf, dass nachhaltige Entwicklung auf Grundlage des Drei-Säulen-Modells schwer geplant werden kann. Die Ziele sind nicht genau definiert, konkrete Handlungsanweisungen fehlen und es existiert keine besondere Relevanz für die Ökologie. Diese ist aber die Grundlage menschlichen Lebens.

Starke Nachhaltigkeit als Gegenkonzept zum Drei-Säulen-Modell

Das Konzept der Starken Nachhaltigkeit geht zurück auf Konrad Ott und Ralf Döring. Es legt den Schwerpunkt auf die Ökologie. In der ökologischen Dimension gibt es einen Grundbestand an den Ressourcen der Natur, die geschützt werden müssen: also gesunde Wälder, saubere Gewässer, schadstofffreie Luft. Diese Ressourcen werden als nicht austauschbar angesehen und sollen erhalten und nach Möglichkeit ausgebaut werden. Austauschbarkeit bedeutet im unkritischen Drei-Säulen-Modell, dass von einer Säule etwas weggenommen werden kann, wenn es einer anderen Säule zugute kommt. Eine weitere Abholzung der Regenwälder (Ökologie) könnte demnach durch weniger Treibhausgase aus Kohlekraftwerken (Ökonomie) kompensiert werden. In der Denkweise der Starken Nachhaltigkeit sind natürlichen Ressourcen nicht austauschbar und müssen deshalb unter allen Umständen geschützt werden. Auch wenn dies zu Lasten der anderen Dimensionen geht. Denn nur eine intakte Natur ist die Grundlage, die es späteren Generation überhaupt erst ermöglicht auf der Erde zu leben.

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Kunststoff Recycling zu Hause: HDPE aus Plastikabfall

Recycling-Code Nr. 2 für HDPE auf einer Kunststoff-Verpackung für Waschmittel (Quelle: Transitionsblog.de CC BY-SA 3.0)

Kunststoff-Verpackungen aus HDPE umgeben uns in vielen Bereichen im Haushalt. Warum ist Polyethylen als Werkstoff für DIY Ideen so praktisch und wie lässt sich der Kunststoff von anderen Plastik-Sorten unterscheiden? Hier erfährst, wie du HDPE im Haushaltsmüll erkennst und warum es der beste Kunststoff für die ersten Recycling-Experimente ist.

Plastik-Alleskönner: Eigenschaften von HDPE

HDPE steht für High-Density-Polyethylene, also Polyethylen mit hoher Dichte. Dieses wird als harter Kunststoff in vielen Plastikprodukten in unserem Alltag eingesetzt. Zum Beispiel als Plastik-Deckel für Tetra-Packs und Getränkeflaschen, als Behälter für Shampoo und Waschmittel oder als Material für Regentonnen, Kanister oder Yoghurt-Bechern. Ebenso gibt es auch Polyethylen mit niedriger Dichte (LDPE – Low-Density-Polyethlene), welches als weicher Kunststoff vorwiegend für Plastiktüten oder z.B. in biegsamen Plastik-Deckeln von Brotdosen eingesetzt wird.

Plastik-Verpackungen aus Polyethylen (HDPE) im Haushalt
Plastik-Verpackungen aus Polyethylen (HDPE) im Haushalt

Unterschiede zu anderen Kunststoffsorten

Kunststoffe lassen sich grob in drei Sorten einteilen: Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. Elastomere sind weich und können unter Druck kurzzeitig ihre Form verändern, sind also elastisch. Duroplaste ist hart und spröde. Es kann seine Form nicht verändern. Durch Druck und Hitze wird es zerstört. Thermoplaste hingegen ist auch fest, schmilzt aber bei hohen Temperaturen und kann dann in eine neue Form gebracht werden. Nach dem Abkühlen ist es wieder fest und behält sein neue Form bei. Polyethylen ist ein thermoplastischer Kunststoff. Ohne Farbstoffe ist es ein milchig-trüber, fester Kunststoff. Ab einer Temperatur von 130°C beginnt er langsam zu schmelzen. Seine Oberfläche ist eher wachsartig und nicht so glatt und fest wie von PET-Flaschen. Aufgrund seiner Dichte schwimmt er auf Wasser – dadurch kann er z.B. von Polystyrol unterschieden werden, welches eine geringfügig höhere Dichte als Wasser hat und deswegen untergeht. Da HDPE relativ unempfindlich gegen viele Chemikalien ist, wird er viel für Behälter für Haushaltschemikalien eingesetzt.

Polyethylen erkennen: Recycling-Code und Abkürzungen auf Plastik-Verpackungen

Um die Sortierung unterschiedlicher Kunststoffe zu erleichtern, hat sich die Kunststoff-Industrie auf eine einheitliche Kennzeichnung geeinigt. Auf Plastik-Verpackungen findet sich ein Recycling-Code, der Auskunft über den Kunststoff gibt. Das Recycling-Symbol besteht aus einer Pyramide aus drei Pfeilen, die eine Zahl oder Buchstabenkombination umschließen. Für Polyethylen hoher Dichte steht der Recycling-Code „2“ oder auch „02“. Alternativ wird der Zahlencode auch durch die Buchstabenkombination PE (Polyethylen) oder auch HDPE bzw. PE-HD ersetzt. Oftmals besteht ein Plastik-Produkt aus unterschiedlichen Kunststoffen. Jedes Kunststoffteil sollte einen eigenen Code tragen. Plastik-Flaschen sind oft aus PET (Recycling-Code 01) und der Deckel dazu aus HDPE. Meine Brotdose besteht aus Polypropylen (PP bzw.  Recycling-Code 05) und der Verschluss aus LDPE (04).

HDPE als DIY Werkstoff zum basteln und bauen

Statt Kunststoffe im Baumakrt zu kaufen, bietet Recycling viele ökologische Vorteile. Besonders vor dem Hintergrund, dass industrielles Recycling von Kunststoff-Müll im Rahmen vom Grünen Punkt kaum stattfindet und noch oft in der Müllverbrennung landet. Nachhaltiger ist das eigene Recycling zu Hause. Die Vorteile von HDPE sind seine hohe Verfügbarkeit, einfache Bearbeitung mit Holzwerkzeugen und die geringe Schmelztemperatur. Um es auf den Punkt zu bringen: es lässt sich einfach schmelzen, schweißen, bohren, sägen und ist dennoch fest und widerstandsfähig.

Plastiktüten mit Bügeleisen zu robusten Folien verarbeiten

Plastiktüten und Folien aus LDPE lassen sich mit einem Bügeleisen zu robusten Folien verschweißen.

Plastiktüten in LDPE lassen sich mit dem Bügeleisen zu festen Folien verschweißen
Plastiktüten in LDPE lassen sich mit dem Bügeleisen zu festen Folien verschweißen

Viele Tüten übereinander ergeben nach dem Verschweißen eine robuste Folie, die wie Leder vernäht oder mit anderen Folien zusammengefügt werden kann.


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Anstieg des Meeresspiegels – Karte der Gebiete, die in Deutschland betroffen sind

Wie sieht die deutsche Küste aus, wenn der Meeresspiegel um 5 Meter steigt? Durch den Klimawandel schmelzen die Polkappen und der Meeresspiegel steigt. „Anstieg des Meeresspiegels – Karte der Gebiete, die in Deutschland betroffen sind“ weiterlesen

Ende Gelände: Warum Umweltschutz-Aktionen gegen Braunkohle wichtig sind

Deutschland ist immer noch die größte CO2-Verursacher von Europa. Schuld daran ist die Energieerzeugung durch dreckigen Kohlestrom. Das Klimaschutz-Bündnis Ende Gelände versucht im Braunkohlerevier Lausitz wirksamen Klimaschutz sofort umzusetzen. Das Ziel: gegen die weitere Förderung von Braunkohle zu protestieren und auf die sofortige Energiewende zu 100% Erneuerbaren Energien hinzuwirken. Doch warum ist Braunkohle so problematisch?

CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung im Vergleich

Von allen fossilen Brennstoffen ist Braunkohle der schmutzigste Energieträger mit dem schlechtesten Brennwert. Die Grafik zeigt einen Vergleich der CO2-Emissionen von unterschiedlichen Stromerzeugungsarten. Da die Kraftwerke bei der Verbrennung neben Kohlendixoid auch andere klimarelevante Treibhausgase ausstoßen (z.B. Schwefeldioxid), werden die Emissionen in CO2-Äquivalente umgerechnet. Das bedeutet, dass der Einfluss eines Gases auf die Klimaerwärmung (Treibhauspotential) mit der von Kohlendioxid verglichen wird und in die entsprechende Menge Kohlendioxid umgerechnet wird. Beispielsweise hat eine Tonne Distickstoffoxid N20 (Lachgas) die Wirkung von 310 Tonnen Kohlendioxid. Die Kohlendioxid-Emissionen bei den Erneuerbaren Energien entstehen durch die Produktion von Photovoltaik-Modulen oder Windkraftanlagen. Beim Betrieb dieser Anlagen fallen keine Emissionen an.

Braunkohle als Klimakiller Nr. 1

Von allen fossilen Energieträgern schneidet die Braunkohle am schlechtesten ab. Es gibt beim aktuellen Strommix in Deutschland keine umweltschädlichere Art der Energieerzeugung, als die Verbrennung von Braunkohle. Durch den hohen CO2-Ausstoß trägt Braunkohle im besonderem Maße zur Klimaerwärmung durch den Treibhauseffekt bei. Problematisch für die Umwelt sind aber nicht nur die Treibhausgase. Bei der Verbrennung entstehen auch Dioxine, Feinstaub, Schwermetalle, Quecksilber und radioaktive Elemente wie Uran, Thorium und Radium. Zusätzlich werden durch die Tagebaue riesige Flächen in Mondlandschaften umgewandelt und durch die Grundwasserabsenkung im Tagebau, wirkt sich dieser auf die Ökosysteme in der Nachbarschaft aus.

Ende Gelände im Braunkohle-Tagebau und das Lausitzcamp

Am Pfingstwochenende wollen Umweltschützerinnen den Ort in einer gewaltfreien Aktion vorübergehend besetzen. Damit sollen die Bagger stillgelegt werden, die die Braunkohle zur Verstromung abbauen. Zeitgleich findet in der Lausitz ab dem 9. Mai das Lausitzer Klima- und Energiecamp in Proschim statt. Das Dorf soll weggebaggert werden, weil der Tagebau Welzow-Süd II vergrößert werden soll. Ziel des Lausitzcamps ist es, über die Gefahren durch die Nutzung von fossilen Energieträgern zu informieren. Dazu gibt es ein umfassendes Informations- und Kulturprogramm.

Klimaschutzbewegung unterstützen

Keine Zeit hinzufahren und trotzdem Lust die Bewegung zu unterstützen? Hier ein paar Möglichkeiten auch von zu Hause aktiv zu werden:

  • Informiere dich und rede mit deiner Familie und Freundinnen über die Gefahren des Klimawandels durch die Stromerzeugung in Deutschland und was dagegen getan werden kann. Hintergrundinformationen findest hier
  • Keine Kohle für die Kohle! Falls du noch deinen Strom von einem Energieversorgungsunternehmen beziehst, welches Atom- und Kohlekraftwerke nutzt, dann wechsele zu einem echten Ökostromanbieter
  • Spende für die Klimaschutzbewegung! Das Lausitzcamp und die Ende-Gelände Aktion kosten viel Geld für die Vor- und Nachbereitung. Wenn du ein paar Euro spenden möchtest, dann findest du hier Informationen: Ende Gelände

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Mythos Kunststoff-Recycling: Wie viel Plastik-Müll wird in Deutschland recycelt?

Müllttrennung funktioniert im Vergleich zu anderen EU-Länder sehr gut in Deutschland. Doch wie schaut es mit Verpackungsmüll für die Gelbe Tonne aus? Ist das Kunststoff-Recycling in Deutschland dazu geeignet, das Problem mit dem Plastikmüll zu lösen?

Das Diagramm zeigt das Kunststoff-Recycling in Deutschland im Jahr 2013. Die zahlen stammen vom Umweltbundesamt.

Auf der Hompepage von der GmbH „Der Grüne Punkt“ hält sich in diesem Punkt zurück: keine Zahlen, keine Hintergrundinformationen. Doch auf der Seite des Bundesamweltamtes (UBA) gibt es eine Statistik aus dem Jahr 2013 über die Verwertungsquoten:

  • 5.68 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle insgesamt
  • 2,37 Mio. Tonnen wurden davon recycelt
  • 3,26 Mio. Tonnen wurden davon verbrannt (2,03 Mio. Tonnen in der Müllverbrennung / 1,23 Mio. Tonnen als Ersatzbrennstoff in der Zementherstellung oder in Kraftwerken als Ersatz für fossile Energieträger)

Wo Kunststoff-Recycling gut funktioniert

Die Statistik beschreibt die Gesamtsumme aller Plastikabfälle – leider nicht aufgeschlüsselt nach der Herkunft. Denn die würde ein düsteres Bild auf die Gelbe Tonne werfen. Hohe Recycling-Quoten werden nämlich woanders erzielt: Rücknahme von Plastik-Flaschen über das Pfandsystem oder separate Entsorgungssysteme von Firmen, die ihre gewerblichen Abfälle entsorgen (z.B. Motoröl-Behälter bei Werkstätten).

Was passiert mit dem Müll der Gelben Tonne?

Verpackungsabfälle sind für zwei Ensorgungsfirmen spannend: Firmen, die den Müll recyceln wollen und Firmen, die ihn verbrennen wollen. Beide konkurrieren um den Müll. Und in einer Marktwirtschaft bekommt derjenige den Zuschlag, der das meiste Geld dafür bezahlt. Die Zahlen zeigen, dass mehr Müll verbrannt als recycelt wird. Viele Städte setzen auf Müllverbrennungsanlagen, weil sie damit Energie und Wärme zu erzeugen können und die Müllmenge reduzieren können.

Müllverbrennung als Vernichtung wertvoller Rohstoffe

Müllverbrennung, auch euphemistisch „Thermische Abfallbehandlung“ genannt, ist aber leider nicht so grün, wie es der „Grüne Punkt“ auf der Verpackung vielleicht erscheinen lässt. Der Kunststoff wird nicht entsorgt, sondern in Asche, Staub und Schlacke verwandelt, die zum Teil aufwändig als Sondermüll deponiert werden müssen. Müllverbrennungsanlagen sind auch nicht besonders effizient, weil der Brennstoff nicht optimal ist:

  • hoher Anteil nicht brennbarer Stoffe wie Glas und Metall
  • hohe Feuchte des Mülls, der dadurch aufwändig getrocknet werden muss
  • viele Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten (gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme)

Tipps zur Mülltrennung – wie lässt sich Plastik-Recycling in Deutschland verbessern?

Landet unser Müll doch bei einer Recycling-Firma, wird der Müll zunächst in einer Müllsortieranlage in getrennt. Dies Anlagen arbeiten mit unterschiedlichen technischen Verfahren, um Müllsorten zu unterscheiden und auszusondern. Magnete erkennen Metall, Laser unterscheiden Glasarten und mit Infrarot-Licht können verschiedene Kunststoffarten erkannt werden. Feuchter Abfall stört jedoch die Lichtsensoren, da der Müll Licht dann anders reflektiert. Auch Verpackungen, die aus unterschiedlichen Stoffen oder gar Plastikarten bestehen, können nicht getrennt werden.

Um den Müllsortieranlagen die Arbeit zu erleichtern, hier ein paar Tipps bei der Abfallsortierung zu Hause:

  1. Feuchtigkeit vermeiden: Verpackung möglichst trocken entsorgen, keine halbvollen Tetra-Packs oder Konservendosen entsorgen.
  2. Unterschieliche Stoffarten voneinader trennen: Recycling funktioniert nur sortenrein! Wo es also möglich ist, sollte alles getrennt werden (Deckel vom Tetra-Pack abschrauben, Aluminiumdeckel vom Yoghurt-Becher abziehen).
  3. Auch Recycling-fähiger Hausmüll gehört in die Gelbe Tonne: eigentlich ist sie nur für Verpackungen da, doch auch Hausmüll kann recyclingfähig sein. Der Sortieranlage ist es egal, dass die Plastik-Ente keine Verpackung ist und damit eigentlich nicht in die Gelbe Tonne gehört. Sie ist aus Kunststoff – genauso wie Kunststoffverpackung und damit kann auch die Ente recycelt werden.

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Stromverbrauch selbst berechnen: so berechnen Stromkostenrechner aus Strompreis und kWh die Stromkosten

Die durchschnittlichen Stromkosten von Haushaltsgeräten zu berechnen ist einfacher, als viele denken. Mit ein wenig Grundwissen in Physik, lässt sich anhand der Leistung eines Gerätes sein Stromverbrauch berechnen. So können beim Kauf Kauf effiziente Elektrogeräte von Energiefressern unterschieden werden. „Stromverbrauch selbst berechnen: so berechnen Stromkostenrechner aus Strompreis und kWh die Stromkosten“ weiterlesen

Kastanien als ökologisches Waschmittel: die lokale Alternative zu Waschnüssen

Taugen Kastanien zum Wäsche waschen? Wie leicht ist es, Waschmittel aus Kastanien selber herzustellen? Meine Erfahrung mit einem natürlichen Waschmittel vom Baum nebenan. „Kastanien als ökologisches Waschmittel: die lokale Alternative zu Waschnüssen“ weiterlesen

8 Wege für den Alltag Fluchtursachen weltweit zu bekämpfen

Steigende Asylanträge, überfüllte Flüchtlingsheime und eine durch Frontex abgeriegelte EU-Grenze führen dazu, dass sich Flüchtlinge in die Hand von Schleppern begeben müssen. Warum flüchten sie und was hat das mit uns zu tun?

Verantwortung der Industrienationen

Unsere Verantwortung für die Flucht von anderen Menschen ist drückender, als den meisten von uns bewusst ist. Krieg und Armut sind die häufigsten Fluchtursachen. Unser Lebens- und Konsumstil ist eng mit der Wirtschaft in anderen Staaten verknüpft. Lebensmittel, Haushaltswaren und Rohstoffe kaufen wir im Ausland und beeinflussen damit die Lebenssituation der dortigen Bevölkerung. Wir profitieren von schwachen Gewerkschaften und korrupten Regierungen. Dies führt zu schwachen Umweltschutzauflagen und Arbeitsbedingungen, die hier undenkbar wären.

Mit diesen acht Handlungsmöglichkeiten kann jeder in seinem Alltag Fluchtursachen bekämpfen

Kein Mensch flüchtet freiwillig. Die Risiken einer Flucht erleben wir tagtäglich in den Nachrichten. Sie kostet den Flüchtlingen im günstigsten Fall einige Tausend Euro und viele Strapazen, im schlimmsten Fall das eigene Leben. Dabei sind die Fluchtursachen vielfältig – Flucht vor Krieg, Verfolgung, Gefahr für Leib und Leben durch Armut oder den Folgen des Klimawandels. Alles lebensbedrohliche Zustände welche die Risiken einer Flucht als weniger bedrohlich erscheinen lassen, als das Bleiben und Erdulden der Lebenssituation vor Ort.

Krieg und Armut als häufigster Fluchtgrund

Laut einer Studie des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR Global Trends. Forced Displacements in 2014) waren mehr als die Hälfte aller Flüchtling Opfer von Krieg und Vertreibung. 56% aller Flüchtlinge weltweit stammen aus nur drei Ländern: Syrien, Afghanistan und Somalia. Dicht gefolgt vom Sudan, Süd-Sudan und der Demokratischen Republik Kongo. Alles Länder in denen Krieg herrscht bzw. bewaffnete Konflikte die Menschen in die Flucht treiben. Eine direkte Folge von Krieg ist Armut. Menschen müssen ihre Häuser, Felder oder Arbeitsmöglichkeiten zurücklassen, um ihr Leben zu schützen. Gleichzeitig verlieren sie damit aber auch die Grundlage sich selbst zu versorgen. Darüber hinaus zerstört Krieg auch die Infrastruktur einer Volkswirtschaft. Kaputte Straßen, Wasser- und Abwasserversorgung oder ein schlechtes Telefon- und Stromnetz erschweren den Wiederaufbau. Armut ist eine logische Folge von Krieg.

Krieg fängt auch in Deutschland an – Rüstungsproduktion

Kriege ohne Waffen sind schwer vorstellbar. Kleinwaffen (Pistolen, Maschinen- und Sturmgewehre) und leichte Waffen wie Granatwerfer, Mörser oder Panzerabwehrwaffen werden als die neuen Massenvernichtungswaffen der Neuzeit bezeichnet. Laut der Kampagne Aufschrei Waffenhandel kommen täglich 2000 Menschen durch Waffengewalt ums Leben – 95% davon durch Kleinwaffen. Und die deutsche Industrie als drittgrößter Kleinwaffenexporteur der Welt verdient daran kräftig mit. Das Rüstungskontrolle nicht funktioniert, zeigt die Realität: das von der deutschen Firma Heckler & Koch entwickelte Sturmgewehr G3 wird auch von ISIS, Hisbollah, Al-Nusra-Front und dem Assad-Regime eingesetzt. Auch im Balkankrieg und dem Darfur-Konflikt im Sudan wurde das Gewehr eingesetzt („Man schießt deutsch“.). H&K ist leider kein Einzelfall – Tausende von Pistolen des Typs SP2022 aus der Rüstungsschmiede Sig Sauer aus Eckernförde gelangten über den Umweg USA in das Bürgerkriegsland Kolumbien. Dies obwohl es für Kolumbien keine Exportgenehmigung gab und das US-Außenministerium im Endverbleibszertifikat zugesichert hat, dass die Waffen in den USA bleiben („Kolumbien-Connection„).

Soldaten aus Burundi, teilweise ausgerüstet mit deutschen Sturmgewehren vom Typ H&K G3 vor ihrem Einsatz in Somalia
Soldaten aus Burundi, teilweise ausgerüstet mit deutschen Sturmgewehren vom Typ H&K G3 vor ihrem Einsatz in Somalia (Quelle: US Army Africa CC BY 2.0)

Flucht vor Armut

Auch Armut stellt eine Lebensbedrohliche Situation dar. Oft werden diese Flüchtlinge abwertend als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnet. Damit werden die Gefahren für Leib und Leben verharmlost und diesen Menschen eine legitime Anerkennung als Flüchtlinge aberkannt. Doch eine wirtschaftliche Situation, die eine wirksame Krankheitsbehandlung verhindert oder Menschen in krankmachenden Lebenssituationen zwingt, kann genauso tödlich sein wie politische Verfolgung und Krieg. Ein Faktor für Armut ist beispielsweise der Klimawandel. (Klimaflüchtlinge: Flüchtlinge auf der Flucht vor dem Klimawandel) Aber auch Arbeit unter unmenschlichen Bedingungen, Umweltverschmutzung, Kriminalität oder Arbeitslosigkeit sind legitime Gründe für eine Flucht.

Wie kann man Fluchtursachen bekämpfen? – Handlungsmöglichkeiten

1. Rüstungsfirmen finanziell austrocknen – kein Konto bei Banken, die Rüstung fördern

Verschiedene Alternativ-Banken schließen kategorisch den Handel mit Finanzprodukten von Rüstungsfirmen aus. Sie wählen nach ethischen und ökologischen Kriterien ihre Anlagestrategien aus. Rüstungskonzerne schließen sie systematisch in ihren Investitionskatalog aus. Rüstungs-Banken kündigen und Giro- und Spar-Konto bei einer ethischen Bank nutzen, die keine Finanzgeschäfte mit Rüstungsfirmen tätigen!

2. Aktiver Klimaschutz –Ökostrom nutzen 

Durch den Klimawandel breiten sich Überschwemmungen, Dürren, Unwetterereignisse und Krankheiten aus. Diese bedrohen die Existenz von Millionen Menschen. Den Treibhauseffekt eindämmen, heißt Fluchtursachen bekämpfen. Auch die Folgen des Klimawandels (Klimaflüchtlinge) stellen Fluchtursachen dar. Wichtigster Ansatzpunkt ist dabei den eigenen Strom nur aus erneuerbare Energien zu beziehen. Ökostrom nutzen (Strom aus Photovoltaik und Windkraft, statt aus Kohle- und Atomkraftwerken).

3. Bodenschätze schonen – Umweltzerstörung reduzieren

Im Osten von der Demokratischen Republik Kongo liefern sich bewaffnete Rebellengruppen seit Jahre Gefechte, die sie durch den Abbau von Bodenschätzen finanzieren, die für die Elektroindustrie von Bedeutung sind. In Sierra Leone werden ganze Dörfer für den Abbau von Diamanten und Bauxit (Aluminiumerz) vertrieben. In Mali flieht ein Großteil der Bevölkerung in den Bergbaugebieten wegen der schlechten Arbeitsbedingungen und der Umweltverschmutzung durch den Goldabbau. Mehr dazu bei Medico – Fluchtursache Reichtum Bodenschätze, Armut und die Bewegungen der Migration im westlichen Afrika.

  • Elektrogeräte und Haushaltswaren länger nutzen, falls nötig z.B. in Repair-Cafes reparieren
  • Tauschen und teilen statt kaufen: Möglichkeiten der Share-Economy nutzen durch, Tauschbörsen oder Carsharing

4. Nahrungssouveränität fördern

Hunger ist in vielen Regionen der Welt ein Problem. Durch Dürren oder intensiver Landwirtschaft kommt es zu Bodenerosion und damit Verlust von fruchtbarem Boden. Länder mit ausreichend Geld aber fehlenden Ackerflächen kaufen in anderen Ländern Ackerfläche auf. Die dortige Bevölkerung kann mit der Kaufkraft dieser Länder nicht konkurrieren und wird verdrängt. Dieses Phänomen wird als Land-Grabbing bezeichnet. Die Förderung von Agrartreibstoffen verdrängt Anbaukapazität für Lebensmittel und lässt die Preise für Grundnahrungsmittel steigen. Doch auch die Überfischung der Meere führt zu Hunger. Viele ehemaliger Fischer an der Küste von West- und Ostafrika können vom Fischfang nicht mehr leben, weil europäische Fischereiflotten die Meere leergefischt haben – dies treibt sie in die Piraterie oder sie nutzen ihre Boote für Flüchtlingstransporte. Was können wir tun um dies zu verhindern?

  • mehr Bio-Lebensmittel und Fairtrade-Produkte kaufen
  • weniger Fleisch konsumieren, das Soja für die Tiermast lieber direkt essen – das schützt auch die Umwelt hier in Deutschland und braucht weniger Ackerfläche weltweit)
  • reduzierter und bewusster Fischkonsum (hier hilft der Einkaufsratgeber von Greenpeace bei der Entscheidung welcher Fisch unbedenklich ist)

Fazit: Jeder kann einen Teil dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen

Auch wenn die Bekämpfung von Fluchtursachen im Angesicht der Ausmaße unmöglich erscheint, haben doch viele kleine Handlungsmöglichkeiten ein Änderungspotential wenn sie von vielen Menschen angewendet werden. Durch die enge Verflechtung unserer Konsumgüter mit den Herstellungsbedingungen in anderen Weltteilen, steuern wir auch die Art und Weise wie die Dinge produziert werden. Will ich hohe Zinsen bei einer Bank, die mit Rüstungsgeschäften Gewinne macht? Will ich den billigsten Strom, auch wenn er durch Kohleverbrennung den Klimawandel einheizt? Ist es mir egal, wie die Leute bezahlt werden, die meine Klamotten oder Mobiltelefone produzieren? Fair-Trade, klimabewusste Ernährung und ethische Geldanlage können viel verändern. Aber nur, wenn viele sich dessen bewusst sind und selbst etwas ändern wollen.


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