Falt-Hobo Campingkocher – Erfahrungsbereicht mit einem Holzkocher

Campingkocher für Ultralight-Trekking? Immer dabei: der Falthobo für die Jackentasche. Der Holzkocher für alle Fälle.

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Erfahrungsbericht – ökologische Holzvergaser als Campingkocher

Praxistest von einem Holzvergaser-Campingkocher. Taugen Holzkocher fürs Camping? Ein Erfahrungsbericht aus der Outdoor-Küche. Vor meinem letzten Urlaub habe ich mir diesen Holzvergaserkocher gekauft. Nach einer Woche Camping hier mein Fazit zu diesem Kocher. „Erfahrungsbericht – ökologische Holzvergaser als Campingkocher“ weiterlesen

Campingkocher als Holzvergaser – Kochen ohne Gas und Müll

Taugen Holzvergaser fürs Camping? Einen Erfahrungsbericht zu diesem Modell gibt es hier. Gaskocher für Camping oder Survival-Wanderungen haben einen großen Nachteil: wenn das Gas der Gaskartusche leer ist, ist es vorbei mit dem Kochen. Die Alternative sind Holzgaskocher. Brennstoff aus Ästen lässt sich überall dort finden, wo auch Bäume sind. Der Artikel beschreibt, wie ein Holzvergaser-Campingkocher funktioniert.

Vom Hobo-Stove zum Holzvergaser-Kocher

Aus Konservendosen können sich einfache Holzkocher auch unterwegs leicht selbst gebaut werden. Solche Hobo-Stoves sind aber relativ ineffizient. Sie brauchen viel Holz, dass kontinuierlich nachgelegt werden muss und brennen teilweise nur unter starker Rauchentwicklung. Auch liegt die Temperatur der Flammen weit unterhalb von Gaskochern. Wer also Geduld mitbringt und CO2-neutral den Outdoor-Kaffee kochen möchte, hat mit Holz als Brennstoff eine gute Alternative.

Vom Holzfeuer zum Holzvergaser

In einem Hobo-Kocher wird das Holz wie in einer kleinen Feuertonne verbrannt. Kalte Luft wird durch Löcher am Boden der Dose von außen angesaugt und verbrennt das Holz in der Konservendose. Löcher am oberen Rand sorgen dafür, dass die Verbrennungsgase abziehen können und Luft von unten nachströmen kann. Holzvergaser verbrennen das Holz nicht direkt. Sie entziehen dem Holz erst das brennbare Holzgas. Dieses besteht aus:

  • Kohlendioxid (49%)
  • Kohlenmonoxid (34%)
  • Methan (13%)
  • Wasserdampf (abhängig von der Trockenheit vom Holz)

Kohlenmonoxid (CO) ist hochgiftig, aus diesem Grund dürfen diese Holzvergaser nur im Freien benutzt werden, da sonst Erstickungsgefahr besteht! Holzgas als Gasgemisch hat einen Heizwert von 8,5 MJ/m3. Propan, welches in Gaskartuschen von Gaskochern verwendet wird dagegen 93,2 MJ/m3 – ist also bedeutend energiereicher.

Wie funktioniert ein Holzvergaser-Kocher?

Das Prinzip der Holzvergasung ist die Pyrolyse. Unter Sauerstoffmangel wird das Holz erhitzt, wodurch Holzgas frei wird. Dieses kann nach Durchmischung mit Sauerstoff entzündet werden. Im Holzvergaserkocher wird in der Pyrolysezone das Holz durch ein erstes Holzfeuer erwärmt, bis die Pyrolyse einsetzt. Bei diesem Prozess wird das Holz in Holzgas und Asche zersetzt. Das Holzgas steigt auf und wird am oberen Rand mit sauerstoffreicher Heißluft vermischt und verbrennt. Die Heißluft wurde vorher durch Löcher am unteren Rand des Kochers von außen eingesogen und erwärmt sich an der innen liegenden Wand der Pyrolyse-Kammer.

Steckbarer Holzvergaser-Kocher aus Edelstahl

Wie ein tragbarer Holzkocher für das Camping aussehen kann, zeigen folgende Bilder. Er ist aus robusten Edelstahl hergestellt und lässt sich auf ein kleines Packmaß zusammenstecken. Es werden verschiedene Versionen ab circa 16€ angeboten, wie z.B. Holzofen von Aokay*.

Holzvergaser-Campingkocher von Aokay*

Ein ausführlicher Test dieses Holzgaskochers habe ich hier geschrieben.

Holzvergaser im Transport-Zustand
Holzvergaser im Transport-Zustand

Im Transport-Zustand ist der Holzgas-Kocher 7cm hoch und hat einen Durchmesser von 13cm. Zusammengesteckt ist er dann 16cm hoch. Klappbare Topfhalter können für große Töpfe nach außen geklappt werden.

zusammengesetzter Holzvergaser-Kocher
zusammengesetzter Holzvergaser-Kocher

Einen ausführlicher Test dieses Holzgaskochers habe ich hier geschrieben. Diese Version von Holzgaskochern kommen ohne jegliche Lüfter und Batterien aus. Dafür erfordert es einige Übung, den Kocher zu bedienen.

Elektrische Holzvergaser-Campingkocher

Teurere Modelle unterstützen das Anzünden des Kochers durch einen kräftigen Luftstrom. Dadurch entwickelt die Brennkammer schneller die notwendige Temperatur für die Pyrolyse. Solch ein Modell ist beispielsweise der Holzvergaser-Campingkocher von BioLite* Dieser verfügt über einen internen Akku, welches durch das Holzfeuer wieder geladen werden kann. So kann beim Kocher gleich das Smartphone über USB aufgeladen werden.

Elektrischer Holzvergaser Campingkocher von BioLite
Elektrischer Holzvergaser Campingkocher von BioLite*

Der Lüfter bringt beim Anmachen des Kochers genügend Sauerstoff in die Brennkammer. So kommt er schnell auf die notwendige Temperatur, damit die Pyrolyse startet. Vorteil ist, dass der Kocher weniger raucht und nicht in den ersten Minuten unvermittelt ausgeht. Das spart Zeit und Frust, wird aber mit zusätzlichem Gewicht erkauft. Aber die Möglichkeit elektronische Geräte durch den eingebauten Generator laden zu können, ist ein unschätzbarer Vorteil.


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Upcycling: ein günstiger DIY-Campingkocher aus Dosen im Eigenbau

Kleiner, leichter, vielseitiger! Im Test mit Gaskochern haben Spiritus-Kocher eindeutige Vorteile: Brennstoff gibt es fast überall und Spiritus kostet nur ein Bruchteil von Gaskartuschen. Diese Bauanleitung zeigt, wie aus Konserven- und Getränkedosen ein leistungsstarker Brenner für die Ferien gebaut werden kann.

Kartusche leer: vom Gaskocher im Stich gelassen

Mich nervte es immer nicht zu wissen, wie viel Gas noch in der Kartusche ist. Hielt sie noch ein paar Tage durch? Falls nicht, bekomme ich in der nächsten Stadt eine Ersatzkartusche, die für meinen Kocher passt? Auf der Suche nach Alternativen bin ich dann auf Spirituskocher gestoßen. Spiritus gibt es in jeder Drogerie und es ist im Gebrauch ungiftiger als Benzin. Der Standardkocher auf diesem Gebiet ist der Trangria Kocher.

Trangia Spiritusbrenner Sturmkocher

So gut dieser Kocher auch ist, so schwer ist er auch. Einziger Vorteil: er kann samt Spiritus im inneren zugeschraubt werden. Sein Funktionsprinzip ist recht simpel und kann mit einfachem Werkzeug leicht nachgebaut werden.

Selbstbau aus Verpackungsresten als ökologische Alternative

Seit dem ich dann vor einigen Jahren anfing, mit selbstgebauten Campingkochern zu experimentieren, vereise ich nicht mehr ohne sie. Meine ersten Spiritus-Kocher habe ich nach der Seite Zen-Stoves gebaut. Sie gibt einen guten Überblick über die verschiedensten kommerziellen und DIY-Campingkocher und bietet viele Bauanleitungen. Mit der Zeit habe ich die Bauanleitungen vereinfacht und nutze andere Materialien wie z.B. Getränkedosen in Kombination mit Konserven. Das macht die Kocher wesentlich stabiler und sie lassen sich leichter zusammenbauen.

Das Grundprinzip der Spirituskocher

Die einfachsten Spirituskocher sind Schalen unter dem Kochtopf, in die Spiritus geschüttet wird. Diese brennen mit recht großer, unregelmäßiger Flamme schnell ab und sind recht ineffizient.
Die hier beschriebenen Brenner sind einen Schritt weiter: in ihnen wird der Spiritus erst erhitzt und tritt dann dampfförmig aus den Düsen aus. Dort kommt der Spiritus mit Sauerstoff in Kontakt und verbrennt in gleichmäßigen, kleinen Flammen aus dem Düsenring.

Material- und Werkzeugliste

  • 2 Getränkedosen 0,33l
  • 1 Konservendose 7,1 cm hoch / 6,4 cm Durchmesser (z.B. Erbsen)
  • Cutter-Messer
  • Schere, Blechschere
  • Seitenschneider
  • Lineal, Stift
  • Pin-Nadel oder kleiner Nagel
  • Handschuhe (Schnittkanten an Dosen)
  • Sandpapier (optional – zum Schleifen der Schnittkanten und zum Entfernen der Werbung auf den Dosen)
Teile des Kochers in der Reihenfolge, wie sie später zusammengesteckt werden: Bodenelement, Bodenpfanne, Innenwand, Brennerspitze
Teile des Kochers in der Reihenfolge, wie sie später zusammengesteckt werden: Bodenelement, Bodenpfanne, Innenwand, Brennerspitze

1. Bodenelement

Von der Konservendose das Etikett und den Klebstoff restlos von der Dose entfernen. Bei der Konservendose dann in 3,1cm Höhe mit der Blechschere die untere Hälfte abtrennen. Diese wird später das Bodenelement. Später wird die Brennerspitze aus einer Getränkedose darüber gestülpt. Um diesen Vorgang zu erleichtern wird alle 5mm die Schnittkante mit dem Seitenschneider leicht nach innen gebogen.

Rand des Bodenelementes mit dem Seitenschneider nach innen biegen
Rand des Bodenelementes mit dem Seitenschneider nach innen biegen

2. Bodenpfanne

Diese dient der unteren Halterung der Innenwand und besteht aus dem Boden (ca. 7mm Höhe) einer Getränkedose.

3. Innenwand

Aus der Mantelfläche einer Getränkedose ein rechteckiges Stück von der Größe 17cm x 3,1cm schneiden. Bei einer langen Seite nach 1cm den Streifen bis zur Hälfte einschneiden. Auf der gegenüberliegenden Seite dann bei 16,1cm auch wieder den Streifen bis zur Hälfte einschneiden. Dieser Streifen kann dann zusammengebogen und die beiden Einschnitte ineinandergeschoben werden – so entsteht die Innenwand, die genau in die Auswölbung von Bodenpfanne und Brennerspitze passt. Als letzten Schritt aus der Innenwand unten kleine Dreiecke von ca. 4mm2 herausschneiden, damit der Spiritus in die Zwischenkammer fließen kann.

4. Brennerspitze

Aus einer Getränkedose das Bodenstück herausschneiden. Die Gesamthöhe der Brennerspitze ist 3,6cm. Anschließend in der Mitte des Bodens mit der Pinnnadel ein Loch stechen. Aus diesem kann später die Luft entweiche, wenn die Brennerspitze über das Bodenelement geschoben wird.

5. Campingkocher zusammenbauen

Präzisionsarbeit ohne Klebstoff, die Teile halten später nur durch ihre Reibung
Präzisionsarbeit ohne Klebstoff, die Teile halten später nur durch ihre Reibung

Dies ist der schwierigste Schritt, da die Teile an Ort und stelle bleiben müssen und nur Bruchteile von Millimetern Platz ist. Um das Zusammenschieben zu erleichtern kann die Außenfläche des Bodenelementes mit Seifenwasser geschmiert werden. Um bei einer hakeligen Kante die Führung zu erleichtern kann ein Stück aus einer Getränkedose abschnittsweise zwischen die beiden Teile geschoben werden. Hier ruhig geduldig immer wieder probieren, bis es passt. Keine Gewalt und nur behutsam drücken beim Zusammenschieben.

6. Düsenring stechen

16 Düsenöffnungen für den gasförmigen Spiritus die kleinen Jets am Rand bilden
16 Düsenöffnungen für den gasförmigen Spiritus die kleinen Jets am Rand bilden

Alle 1,3cm ein Loch in die Brennerspitze als Düsenring stechen. Hier hat sich gezeigt dass Löcher mit der Pinnnadel zu klein sind – diese dann später mit einem kleinen Nagel vergrößern.

7. Zentrales Heizloch

Heizloch herausschneiden, immer wieder die Rille vertiefen bis das Cutter-Messer durch den Boden stößt
Heizloch herausschneiden, immer wieder die Rille vertiefen bis das Cutter-Messer durch den Boden stößt

Zum Schluss die zentrale Wanne aus der Brennerspitze herausschneiden. Hier mehrfach eine Rille mit dem Cutter-Messer entlang des Rands ziehen, bis die Wanne eingedrückt werden kann.


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