Hochbeete aus Autoreifen: Upcycling-Kartoffelturm

Hochbeet aus Autoreifen als Kartoffelturm

Einfache Hochbeete selber bauen ist leichter als gedacht. Das Upcycling von alten Autoreifen spart Arbeit und ist haltbarer, als Hochbeete aus Holz. Durch stufenweises Stapeln der Reifen, können vielen Kartoffeln auf der Fläche eines Autoreifens angebaut werden.

Hochbeete: mehr Vor- als Nachteile

Die Pflege von Hochbeeten ist sehr rückenschonend. Da die Pflanzen erhöht wachen, muss sich weniger gebeugt werden.

Hochbeete aus Autoreifen mit Kartoffeln

Foto: Hochbeete aus Autoreifen (Quelle: Ciarán Mooney CC BY-SA 2.0)

Richtig angelegt bleiben sie lange fruchtbar. Dies wird beim Befüllen der Beete mit groben Pflanzenmaterial und Holzschnitt in einer Schichtabfolge erreicht. Dieses zersetzt sich mit der Zeit und liefert damit Nährstoffe für die Pflanzen im Beet. Eine schöne Beschreibung ist auf einfachelsa.de zu finden.

Autoreifen – stabil, haltbar und schon fertig

Aufwändig bei der Anlage eines Hochbeetes ist die Einfassung. Diese muss stabil genug sein, um den Druck der Erde auszuhalten und weiterhin widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit sein. Durch die konstante Nässe in der Erde wird Holz mit der Zeit angegriffen und zersetzt sich. Weniger umweltfreundliches Material wie Beton oder Metall als Einfassung hält länger, ist aber entsprechend teuer.

Upcycling: ein Kartoffelturm aus Autoreifen als Hochbeet

Gebrauchte Autoreifen hingegen sind ein kostenloser Werkstoff, der beides bietet: Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Zudem haben sie die perfekte Form, um als Kartoffelturm eingesetzt zu werden. Die Wiederverwendung von Reifen hat auch einen hohen ökologischen Wert, da ein stoffliches Recycling fast nicht möglich ist. Als spezielle Form des Hochbeetes ist ein Kartoffelturm perfekt für hohe Erträge auf engstem Raum. Statt Kartoffeln in der Fläche eines Beetes anzubauen, werden stufenweise Autoreifen über die Kartoffeln gestülpt und mit Erde befüllt. Die Kartoffelpflanze wächst mit der Zeit durch darüberliegenden Reifen hindurch. In jeder Ebene wachsen dann Kartoffelknollen. So lässt sich ein Beet übereinander stapeln, statt es in der Fläche zu verteilen.

Kartoffelturm aus Autoreifen als Hochbeet
Kartoffelturm aus Autoreifen als Hochbeet

Die Grafik zeigt die Phasen eines Kartoffelturmes von der ersten Kartoffelpflanze bis zur Ernte.

  1. An der Stelle des späteren Kartoffelturms werden die ersten Kartoffeln gepflanzt.
  2. Haben die Kartoffelpflanzen eine Größe erreicht, um einen zweiten Autoreifen zu durchstoßen, wird ein weiterer darüber gelegt.
  3. Anschließend wird dieser mit Erde befüllt. Der Reifen wird mit der Zeit durchwachsen. Auch in ihm bilden sich die Anlagen für weitere Kartoffeln aus.
  4. Wenn die Pflanze groß genug ist, wird wieder ein Autoreifen darüber gelegt. So lässt sich das Prinzip weiterführen.
  5. Bei der Ernte zeigt sich, dass sich in allen Ebenen Kartoffelknollen gewachsen sind.

So lässt sich auf einer Flächer von einem Autoreifen die Dreifache Menge Kartoffeln ernten. Damit lassen sich viele Kartoffeln effizient auf kleinem Raum anbauen.

Modulare Hochbeete aus Autoreifen

Neben Kartoffeln können natürlich auch andere Pflanzen in den stapelbaren Türmen angebaut werden. Je nachdem, wie die Versorgungslage mit Autoreifen ist. Wem die Reifen optisch aufstoßen, kann die Seitenwände der Türme entweder ringförmig mit andern Pflanzen (z.B. Kartoffeln ohne Turm, Mais) oder mit einer Rankhilfe für Bohnen ausstatten. So lässt sich auf engstem Raum der Ertrag maximieren ohne viel Geld und Zeit zu investieren.


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