Kochtopf mit Handtüchern als Alternative zu einem Kochsack

Kochen im Bett ohne Kochsack oder Kochkiste

Energiesparend Kochen im Bett ohne einen Kochsack kaufen zu müssen? Diese Alternative zu Kochkiste oder Wonderbag nutzen schon unseren Großeltern. Milchreis kochen ohne Anbrennen.

Stromverbrauch beim Kochen

Der Herd ist einer der größten Energiefresser im Haushalt. Eine Kochplatte von einem modernen Ceran-Kochfeld verbraucht je nach Modell zwischen ein bis zwei Kilowatt pro Stunde (kW/h). Bei einem Strompreis von 0,27 Euro pro kW/h und einem Gericht, dass 30 Minuten auf einer Kochplatte mit 1,5 kW Leistung gekocht wird, entstehen Stromkosten von 20,25 Cent. Nun, das könnte beispielsweise ein Topf Nudeln sein. Kommt dafür noch ein Topf mit einer Tomatensoße dazu, dann kann das Kochen auf dem Herd schnell mal einen halben Euro kosten – nur für den Strom. Hier eine Anleitung, zu der Formel wie die Stromkosten berechnet werden.

Das Bett – die Alternative zu Kochkiste oder Kochsack

Als Kind hatte ich oft bei meinen Eltern beobachtet, dass sie einen Topf mit kochendem Milchreis in ein Handtuch eingeschlagen und in ein Bett gestellt haben. Durch die gute Isolation kocht der Milchreis im Bett weiter – ohne Energiezufuhr. Dies habe ich dann in den letzten Monaten auch mit Nudeln, Reis und Kartoffeln ausprobiert. Es klappt vorzüglich! Der Vorteil ist, dass nichts Anbrennen oder Überkochen kann. Durch das Garen im Bett bleiben auch mehr Vitamine erhalten, da die Temperatur beim Garen geringer ist. Der Nachteil ist die Eingewöhnungszeit. Es erfordert ein wenig Übung um den Zeitpunkt abzuschätzen, wann das Gericht fertig ist. Gewöhnungsbedürftig war zuerst auch, dass sich die Griffe am Topf erwärmen. Auch ein isolierter Topfgriff kann dabei heiß werden. Ein Kochlappen schafft Abhilfe. Persönlich empfinde ich das Kochen insgesamt stressfreier. Während die Sättigungsbeilage gart, habe ich Zeit mich auf  anderen Arbeiten in der Küche zu konzentrieren oder kann entspannt Zeitung zu lesen. Wer zum Kochen kein Bett zur Verfügung hat, kann auch einen Sessel und Kleidungsstücke zur Isolation nutzen. Ein paar Handtücher und eine Winterjacke funktionieren genauso gut. So lässt sich einfach ein Kochsack improvisieren.

Kochsack kaufen oder Kochkiste bauen

Wer es professioneller mag, kann sich auch eine Kochkiste bauen. Dies ist eine gut isolierte Kiste mit Decken, in die der Topf gepackt wird. Die Großeltern werden vielleicht sogar selbst eine gehabt haben. In der Nachkriegszeit war Brennmaterial teuer und energiesparendes Kochen deshalb die logische Konsequenz. Wer es einfach mag, kann sich einen fertigen Kochsack kaufen.

Kochsack oder Wonderbag für Töpfe bis 40cm

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um einen gut isolierten Stoffsack, in den der Topf gestellt wird. Vertrieben wird er unter dem Namen Wonderbag. Alternativ wird gibt es auch eine schönes Video-Tutorial zum Nähen. Ein Kochsack lässt sich aber auch leicht improvisieren: ein paar Stoff-Tragebeutel ineinander legen und den Topf reinstellen. Wieder mit ein paar Handtüchern umhüllen und fertig ist der Low-Tech-Kochsack.

Energie sparen beim Kochen: Wasserkocher und Deckel nutzen

Auch auf dem Herd lässt sich Energie sparen, bevor der Topf ins Bett oder in den Kochsack kommt. Statt das Wasser im Topf zum Kochen zu bringen, sollte dafür der Wasserkocher genutzt werden. Dieser erwärmt das Wasser effizienter als der Ceran-Herd. Und wer mit Deckel auf dem Topf kocht, der oder die reduziert zusätzlich noch die Kochzeit, da die Wärme besser im Topf gehalten wird. Doch Nudeln kochen gerne über, wenn der Deckel nicht zeitweise abgehoben wird. Das bedeutet, die gesamte Kochzeit vor dem Herd zu verbringen zu müssen.


ähnliche Artikel


Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.