Orkan „Xaver“ eine Folge des Klimawandels?

Luftdruckkarte für Orkan Xaver

Foto: Luftdruckkarte für den Orkan Xaver und Zyklon Bodil (Quelle: NOAA Public Domain)

Das Sturmtief „Xaver" hinterlässt in Norddeutschland seine Spuren. Könnte er genauso ein Produkt des Klimawandels sein, wie die Wirbelstürme in den Tropen?Der Klimawandel ist für viele Menschen ein eher abstraktes Phänomen. Auch wenn sich die Wissenschaft mittlerweile einig ist, dass der Klimawandel menschengemacht ist, so schaffen es mancherorts immer noch einige Laien als Klimaskeptiker in die Schlagzeilen.

Folgen des Klimawandels statistisch belegt

Eine Ursachen, warum das Problem Klimawandel in Deutschland nur beiläufig interessiert, ist das Ausbleiben von typischen Folgen des Klimawandels. Die meisten Schäden sind schleichend wie die Versauerung der Meere, Abschmelzen der Gletscher und eine Veränderung der Jahreszeiten und der Klimazonen. Nichts, was sich für spektakuläre Bilder in den Nachrichten verwerten lässt.

Stürme und Überflutungen nehmen durch den Klimawandel zu

Foto: Zerstörung an der Küste bei bei Hemsby, Norfolk (Quelle: Evelyn Simak  CC BY-SA 2.0)

Nur die akuten Wetterphänomene wie Stürme, Überschwemmungen oder Dürreperioden lassen sich in gefühlsgeladenen Bildern einfangen. Doch die Handlungsbereitschaft ist meist mit einer Spendenkampagne ausgeschöpft. Eine breite gesellschaftliche Debatte über Ursachen findet meist nicht statt. Mit der Orkan „Xaver“ bekommt Norddeutschland einen Eindruck, wie es sich für die Menschen in tropischen Regionen anfühlt, die regelmäßig von Wirbelstürmen betroffen sind. Dennoch handelt es sich bei „Xaver“ eher um einen typischen Herbststurm, wie er in dieser Jahreszeit nicht untypisch ist. Auch der Zusammenhang zwischen dem Anstieg der Oberflächentemperatur des Wassers durch die globale Erwärmung und der Zunahme tropischer Wirbelstürme, ist noch nicht komplett wissenschaftlich erklärbar.

Kosten für den Klimawandel sind ungleich verteilt

Festzuhalten bleibt, dass die Sturmfolgen für ein Industrieland wie Deutschland leichter zu beheben sind als für ein Land, in der sich nur ein kleiner Teil der Bevölkerung mit sturmsicheren Häusern, Schutzdämmen und Versicherungen schützen können. Eines bleibt aber: betroffen sind wir alle, auch wenn einige die Folgen früher zu spüren bekommen. Wenn wir eine nachhaltige Gesellschaft wollen, dann sollten wir präventiv handeln und uns nicht auf die Reparatur zukünftiger Schäden beschränken.


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